Wasserhygiene im Reisemobil

Keime im Frischwasser

Wie vermeide ich eine Verkeimung?
Kann ich Zusätze vermeiden?

Erste Empfehlung ohne Zusätze:

Nach jederNutzung des Reisemobil den Frischwassertank und die Schläuche sofort entleeren: Entleerungshähne an den Schläuchen öffnen, Boiler leer laufen lassen und Frischwassertank entleeren und wenn möglich mit einem Schwammtuch säubern. (der Tank sollte trocken sein) Vor dem Abstellen des Fahrzeuges noch mindestens 20 km fahren, damit sich die Wasserschläuche durch die Fahrzeugbewegung weitgehend entleeren können. Die Pumpe kurz trocken laufen lassen. Während der Standzeit alle Hähne zur Durchlüftung geöffnet lassen, Reinigungsdeckel des Frischwassertank ebenfalls geöffnet lassen, damit eventuelles Restwasser schnell trocknet.

Nachteil: Vorhandenes Restwasser in den Schläuchen (z.B. im Knick des Duschschlauch) kann keimen. Bei erneuter Befüllung mit Frischwasser besteht die Gefahr, dass das gesamte Wassersystem mit Keimen kontaminiert wird. Daher nach erneuter Befüllung alle Wasserhähne öffnen und das Frischwasser (abwechselnd warm und kalt) mindestens drei Minuten laufen lassen. Wer ganz sicher gehen will, der füllt einen separaten Kanister mit Wasser für das Kochen ab, und nutzt das Wasser im Tank nur zur Körperpflege. Im südlichen Ausland kann man Trinkwasser im Supermarkt kaufen. Nach längerer Standzeit empfiehlt sich eine gründliche Reinigung des Systems.

Zweite Empfehlung mit Zusätzen:

Beim Einfüllen das Wasser mit einem Konservierungsmittel schützen. Zusatzmittel auf Silberionenbasis sollen bis zu einem halben Jahr das Wasser schützen. Die Wirkung tritt nach ca. 3 bis 6 Stunden ein. Der Schutz in der gesamten Wasseranlage wird aber nur bei konsequenter Dauerzugabeerreicht. Gelegentliche Zugaben sind wirkungslos! Es besteht die Möglichkeit, Chlor als Desinfektionsmittel zu nutzen. Im Handel gibt es auch Kombinationsmittel, die aus Chlor- und Silberanteilen bestehen.

Die erste Empfehlung wird vom Autor seit über 20 Jahren ohne Probleme angewendet. Das macht allerdings auch regelmäßig ein wenig Mühe.

Die zweite Empfehlung: Akzeptieren, dass man Zusätze in sich aufnimmt. Aus der Sicht des Autors bestehen bei beiden Empfehlungen keine Garantien, dass damit keine gesundheitliche Risiken verbunden sind.

Fazit: Insbesondere im Ausland das Wasser vorher prüfen. Zum Beispiel in ein sauberes Glas füllen und einer optischen Prüfung, sowie einer Geruchsprüfung unterziehen. Wer ganz sicher gehen will, der baut sich einen Trinkwasserfilter im Reisemobil ein. Ich nutze beim betanken im Ausland, je nach Situation, einen Wasserfilter am Schlauch, der zumindest die groben Partikel abhält.

Eine Alternative:
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Bernd Loewe

 

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