Stellplätze kontra Campingplätze

Stellplätze, Sterne muss man dafür aber nicht vergeben...

Übernachtungsplatz:
In der Nähe der Autobahn gelegen, nur für eine Übernachtung geeignet. In der Regel nicht offiziell ausgewiesen.

Stellplatz: Darunter sind einfache Stellplätze zu verstehen, die für mehrere Tage die Übernachtungsmöglichkeit für Reisemobile offiziell nach Beschilderung erlauben. Sie verfügen in der Regel weder über Stromanschlüsse, noch über Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten unmittelbar am Stellplatz. Auf solchen Plätzen nimmt normalerweise jeder Besucher seinen Abfall wieder mit, ein Campingleben ist oft nicht erwünscht.

Komfortstellplatz: Das sind offizielle Stellplätze, die mindestens über Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten verfügen. Stromanschlüsse runden das Angebot ab. Auf diesen Stellplätzen ist in der Regel ein "kleines" Campingleben gestattet. Das heißt, mindestens tagsüber wird die Nutzung von Campingstühlen und Tisch toleriert.

Mobil-Camp, Reisemobilhafen usw.: Diese Kategorie verfügt mindestens über ein eingezäuntes Areal, zum Teil stehen Duschen und Toiletten zur Verfügung. Ver- und Entsorgung, sowie Stromanschlüsse sind obligatorisch, letztendlich ein abgespeckter Campingplatz für Reisemobile, Campingleben ist kein Problem. Das sind in der Regel gewerblich betriebene Plätze, die für mich oft schon grenzwertig sind.

Campingplätze:

Ich meide gewisse europäische (oft teure) Campingplätze (ich nenne sie ein wenig provokant Campergefangenenlager) wie die Pest und ziehe es in der Regel vor "frei" zu stehen. Gerne an Restaurants oder auch auf ausgewiesenen Stellplätzen, egal ob gebührenpflichtig oder nicht. Denn wir wissen oft am Morgen nicht, wo wir am Abend landen. Dagegen nutze ich in einigen anderen Ländern durchaus mal Campingplätze, wie zum Beispiel in Albanien, Griechenland oder Marokko. Aber die Plätze haben mit den durchorganisierten (Groß) Campingplätzen nichts gemeinsam. Ja, hin und wieder bin ich mit den Enkeln auch auf ausgesuchten Campingplätzen in Deutschland, wenn z.B. ein Hallen- und Schwimmbad im Angebot ist. Ausnahmen bestätigen die Regel...

Was gefällt mir nicht an Campingplätzen: Anmeldung mit Erfassung der persönlichen Daten, nicht selten unübersichtliche Preislisten, umfangreiches Regelwerk. Schranken, die zu bestimmten Zeiten nicht geöffnet sind, eingezäuntes Areal. Von mir nicht benötigte Sanitäreinrichtungen und vieles andere an Angeboten mehr. Dabei sind oft Dienstleistungen, die ich für meine "kleine mobile Freiheit" nicht benötige. Als Ruheständler steht das Erleben im Vordergrund, nicht die mehrwöchige Erholung an einem Standort.

Aber jeder so wie er mag...

Bernd Loewe

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Das brauche ich auch nicht, hier hilft nur eins, die Flucht ergreifen...

Campingplatz in Marokko

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