Sandwich-Aufbau

Aufbau Muster Bimobil

Mal unabhängig, ob GFK oder ALU für die Außenhaut die bessere Wahl ist, hier mal ein Versuch, die unterschiedlichen Aufbautechniken zu beschreiben. Die Sandwichtechnik wird quasi bei allen Reisemobilen verwendet, aber es gibt deutliche Qualitätsunterschiede.

Ein wesentlicher Aspekt ist die Verwendung von Holz im Aufbau. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede. Von einer rohen Latte aus Tannenholz, bis zu hochwertigen wasserfest verleimten Siebdruckplatten reicht die Palette. Wobei letztere sicherlich ein langlebiges Produkt ist. Wo Holz als tragendes Element verwendet wird, ist es besonders wichtig schon bei der Konstruktion darauf zu achten, das es nicht feucht werden kann. Eine sorgfältige Verarbeitung bei der Produktion vorausgesetzt, ist diese Aufbauart durchaus auch langlebig. Holz im Aufbau wird von den Herstellern gerne verschleiert, wenn man die einschlägigen Hersteller auf den Internetseiten besucht, findet man dazu so gut wie nie einen Hinweis. Allerdings sind in der jüngeren Zeit viele Hersteller dazu übergangen, Holz aus dem Aufbau zu verbannen.

Aber auch holzfreie Aufbauten können Nachteile haben, wenn sie mit Metallverstrebungen (Alu oder Profilbleche) stabilisiert werden, das sind oftmals unangenehme Kältebrücken. Optimal ist daher die Verwendung von Platten, die durch die Verwendung von hochfesten Isoliermaterialien in sich stabil genug sind und keine zusätzlichen Verstrebungen benötigen, somit Kältebrückenfrei sind.

Auch die Materiellen, die zur Isolierung verwendet werden, sind unterschiedlich. Das wäre zunächst Styropor, das oft in der klassischen Holzfachwerkbauweise verwendet wird. Styrofoam / Polystyrol ist eine weitere gängige Isolierung. Styrofoam-EPS Schäume nehmen kein Wasser auf, zeichnen sich durch hohe Isolierwirkung und besondere Festigkeit aus. Auch Polyurethanschaum, PU-Schaum und RTM-Schaum gehören zu den hochwertigeren Isolierstoffen, mit ähnlichen Eigenschaften.

 

Die Innenwände können aus dem gleichen Material, wie die Außenwände bestehen, was die Stabilität der Wände erhöht. Diese Wände werden mit Filz oder dünnem Teppich belegt, da Schwitzwasser auftreten kann. Eine andere Möglichkeit ist, innen Sperrholz zu verwenden. bimobil verwendet solche Wände seit Jahrzehnten. Siehe auch Aufbau.

Bodenplatten beinhalten oft Holz, hier kommt es wieder auf die Materialien an. Versehen z.B. mit Multiplexplatten halten diese Böden sicher ewig. Wobei bei doppelten Böden die untere Platte bei den teureren Reisemobilen dem Material der Wände entspricht. Gfk-Bodenplatten sind hier sicherlich die beste Wahl. Gut ist, wenn der Boden zum Wohnraum mit hochwertigen wasserfest verleimten Holzplatten versehen wird. Im Gegensatz zu Sperrholz als Unterboden doch ein Vorteil. Diese Böden werden zwar mit Schutzanstrichen versehen, hier ist eine regelmäßige penible Kontrolle und ggf. Erneuerung des Schutzanstriches erforderlich. Es muss darauf geachtet werde, das bei Ausbesserungen stets das gleiche, oft diffusionsoffene, Material verwendet wird.

Der Boden einer bimobil-Kabine besteht aus einer 60 – 70 mm starken Sandwich Verbundplatte mit einem unverrottbaren Hightec-Hartschaumkern, in die ein Alu-Gitterrohr-Rahmen integriert ist.

Bernd Loewe

 

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